Gültigkeit für Dienstanweisungen

Donnerstag, 21. Juli 2011

Liebe Baumfreunde,

in den letzten Monaten informierten mich immer wieder viele empörte  Bürger über Baumfällungen, die von den Stadtwerken, dem Bauhof und der Stadtbau vorgenommen worden waren. So beispielsweise an der Amper, an der Würm, am Kalkberg und in Parkanlagen von Wohnhäusern.  Am letzten Freitag, den 15.07.2011 wurde in der Berliner Straße eine Säuberungsaktion geplant, die aber gerade noch in letzter Minute durch einen Anruf beim Landratsamt seitens eines  Mitglieds der Bürgerinitiative "Rettet die Bäume" verhindert werden konnte.
Mit diesen unkontrollierten und oft völlig sinnlosen Baumfällungen muss jetzt Schluss sein. Es wird Zeit, dass künftig die Dienstanweisung von Herrn  Eisele, unserem Stadtgärtner und Fachmann, auch von diesen Stellen eingehalten wird und er künftig zu geplanten  Baumfällungen  seine Zustimmung  erteilen muss.

Den schon längst fälligen Antrag an den Stadtrat habe ich gemeinsam mit Leuten der Bürgerinitiative formuliert.


Elisabeth Schilhabel
Stadträtin

Elisabeth Schilhabel
Färbergasse 4
85221 Dachau



An die Stadt Dachau
Herrn Oberbürgermeister Bürgel
Konrad-Adenauer-Str. 2-6
85221 Dachau

                                              Dachau, 20.07.2011


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bürgel,

ich bitte über folgenden Antrag abstimmen zu lassen:
           
                    Antrag


Die Dienstanweisung von Herrn Eisele, über alle geplanten Baumfällungen informiert zu werden und seine Genehmigung einzuholen, muss auch für die Stadtwerke, den Bauhof, die Soziale Baugenossenschaft, die Stadtbau GmbH  und alle anderen öffentlichen Einrichtungen Gültigkeit haben.


Begründung:

Es gibt eine Dienstanweisung von Herrn Eisele zu Baumfällungen, unterzeichnet von OB Piller.

Stadtwerke, Bauhof,  Stadtbau  und die Soziale Baugenossenschaft fühlen sich aufgrund Sonderstatus nicht daran gebunden.

Hier müssten die dafür zuständigen Gremien, der Werkausschuss für die Stadtwerke und den Bauhof und der Aufsichtsrat für die Stadtbau und die Baugenossenschaft die Dienstanweisung für jeweils verbindlich erklären. Bislang ist dies nicht erfolgt.

Da diese Dienstanweisung bisher von oben genannten Stellen keine Beachtung fand, führte dies zu vielen, unkontrollierten Baumfällungen, deren Sinn und Notwendigkeit aus  ökologischer Sicht nicht nachvollziehbar war.

Als Stadtgärtner muss Herr Eisele einen Überblick über alle Baumfällungen haben, um fachmännisch beraten und eingreifen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Schilhabel

Folgendes war dazu in der Süddeutschen Zeitung zu lesen: