Sinnloser Tod von 21 Robinien

Flyer und andere Vergehen

Montag, 10. Januar 2011

 

Um 17 Uhr trafen wir uns heute vorm Vinzenz Murr an der Ecke Münchner- / Bahnhofstraße: Elisabeth, Walter, Karlheinz, Markus und ich.
Um an Unterschriften für unser Projekt zu kommen, fragten wir in den umliegenden Geschäften nach, ob wir Listen zu diesem Zwecke auslegen dürfen. Die meisten unterstützten unser Anliegen, doch in einigen Läden trafen wir nur Angestellte an, die uns ohne Einverständnis ihres Chefs keine Zugeständnisse machen durften.
Mit der Resonanz bis Ladenschluss waren wir im Allgemeinen zufrieden, jedoch bei Minustemperaturen bis auf die Knochen durchgefroren.
Aber an Feierabend war für uns noch lange nicht zu denken!
Unsere nächste Aktion bestand darin, die „zum Tode verurteilten“ Bäume mit Plakaten zu bestücken, die auf ihr Schicksal aufmerksam machen sollen.
Es war inzwischen dunkel und noch kälter geworden. Wir müssen ein seltsamer Anblick gewesen sein: Fünf, in dicke Mäntel eingemummte Gestalten, mit Hund, Leiter und Klebeband bewaffnet, die sich an den Bäumen zu schaffen machten.
Wir können gut verstehen, dass dieses Bild so manchen Anwohner in Angst und Schrecken versetzt haben mag und so wunderte es uns nicht sonderlich, als wir plötzlich Besuch von zwei netten Polizisten bekamen, die vermutlich schon fürchteten, eine Gruppe Terroristen festnehmen zu müssen.
Doch nachdem wir ihnen erklärt hatten, dass in dieser Straße 21 Robinien gefällt werden sollen, nur weil die Wurzeln einiger weniger Bäume Pflastersteine beschädigen, hatten wir ihr Verständnis auf unserer Seite.
Selbstverständlich mussten sie unsere Personalien aufnehmen, womit wir kein Problem hatten. Doch danach fuhren sie wieder ab und wir konnten mit unserer „Baumbestückung“ fortfahren; nun sogar mit polizeilicher Genehmigung.
Zu guter Letzt verteilten wir noch unsere Flyer in den Briefkästen der Anwohner und verabschiedeten uns gegen 21 Uhr total erfroren und ermüdet, aber doch zufrieden mit unserer Arbeit.


Autor: Gerda A. Stempfl

Besorgte Anrufer

Dienstag, 11. Januar 2011

 

Heute gingen bei uns etliche Anrufe von Anwohnern ein, deren Inhalt reine Beschimpfungen waren, auf die wir nicht näher eingehen möchten.
Wir bieten allen Leuten an, mit uns in Kontakt zu treten und stellen uns jeder konstruktiven Kritik.
Wer bereit ist, uns im Gespräch auch zuzuhören, wird feststellen, dass wir ebenso für betroffene Anwohner Verständnis haben und nach Lösungen suchen, die auch deren Bedürfnisse befriedigen.
Es gibt für alles einen Weg, man muss nur vernünftig und in einem angemessenen Ton miteinander kommunizieren.
Anonym anzurufen und Beschimpfungen in den Hörer zu brüllen ist nicht nur feige, es zeugt auch von wenig geistiger Reife.
Aber nicht nur negative Anrufe gingen bei uns ein, auch Leute, die unseren Einsatz für Bäume honorieren, haben sich gemeldet.

Eigentlich haben wir ja inzwischen schon Mittwoch, aber ich habe soeben eine Pressemitteilung herausgegeben, die auch auf dieser Homepage zu finden ist.

Langfinger

Mittwoch, 12. Januar 2011

 

Leider kam ich erst in den Abendstunden dazu, einen kleinen Kontrollausflug in die Gröbenzeller Straße zu machen, ob unsere Plakate noch an den Bäumen hängen.
Und siehe da, von zwölf Plakaten hingen noch neun an ihrem Platz.
Wer auch immer die anderen drei Plakate entfernt hat, scheint nicht sonderlich demokratisch eingestellt zu sein.
Unsere Plakate sind kein „Beschluss“!
Sie sind nur ein Hinweis darauf, dass diese Robinien gefällt werden sollen und wir dagegen sind.
Wir sind allerdings auch der Ansicht, dass nicht nur wir gegen die Fällung sind, sondern es Anwohner gibt, die auch dagegen wären, wenn sie von dem Vorhaben wüssten.
In einer Demokratie allerdings sollte nicht nur eine Partei informiert sein, sondern durch ausreichende Information auch der Gegenpartei eine Chance geben.
Wer also versucht, Informationen die allen zustehen, zu seinen Gunsten zu verstecken, kann wohl keine demokratische Gesinnung haben.....

Ist das Todesurteil nun endgültig?

Montag, 17. Januar 2011

 

Eigentlich waren wir ja den Ansicht, dass bis zu unserem Treffen morgen Abend nichts sonderliches mehr passieren könnte, aber weit gefehlt!
Heute entdeckten wir eher zufällig, dass in der Gröbenrieder Straße bereits Halteverbotsschilder für kommenden Mittwoch und Donnerstag aufgestellt wurden, um dort „Baumpflegearbeiten“ ergreifen zu können.
Wir alle wissen, dass diese Bäume nicht gepflegt, sondern gefällt werden sollen!
Es kommt uns jedoch recht seltsam vor, dass man diesen Termin exakt auf den Tag gelegt hat, an dem wir zu einem öffentlichen Treffen eingeladen haben.
Irgendetwas geht da nicht mit rechten Dingen zu und deshalb haben wir heute noch einen Brief an unseren Herrn Oberbürgermeister geschrieben, den ich morgen Vormittag persönlich im Rathaus abgeben werde, weil er auf dem Postweg nicht vor Mittwoch sein Ziel erreichen würde und da werden die Fällungen bereits begonnen haben.

Brief an den Oberbürgermeister

Montag, 17. Januar 2011

 

Fällung der 21 Robinien in der Gröbenzeller Straße


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bürgel,

soeben haben wir erfahren, dass vor den o. g. Robinien bereits Halteverbotsschilder für Mittwoch und Donnerstag angebracht worden sind, die uns sehr stark vermuten lassen, dass an diesen Tagen die Fällungen vorgenommen werden sollen.
Was wir jedoch recht irritierend finden, ist der ebenso angebrachte Hinweis, dass es sich bei den geplanten Arbeiten lediglich um „Baumpflegemaßnamen“ handeln soll.
Es macht uns wenig Sinn, Kosten für eine Baumpflege von Bäumen, die demnächst gefällt werden sollen, zu verursachen.
Kann es sein, dass Sie oder Ihre Mitarbeiter versuchen Dachauer Bürger irrezuführen?
Wovor haben Sie Angst?
Etwa, dass sich ein Widerstand wie in Stuttgart erheben wird?
Diese Angst kann ich Ihnen gerne nehmen!
So etwas haben wir nicht vor!
Uns liegt es mehr daran, eine demokratische Entscheidung zu erlangen.
Wenn diese durch den Stadtrat allein nicht wirklich zu erreichen ist, dann sollte die Bevölkerung durch Unterschriftenlisten befragt werden, so wie wir es derzeit veranstalten.
Meines Wissens haben wir bislang mehr Unterschriften für die Erhaltung der Bäume gesammelt, als bereits für deren Fällung vorliegen.
Wir sind uns sicher, wenn Sie uns noch ein wenig Zeit geben, dann werden es auch noch wesentlich mehr werden, denn das Naturbewusstsein unserer Bevölkerung ist weitaus höher, als man vermuten mag, wenn man lediglich nach den Entscheidungen des Stadtrates darüber urteilt.
Darum bitten wir Sie, die geplanten Fällungen sofort zu stoppen.
Im Gegenzug werden wir uns darum bemühen, wirtschaftliche Alternativlösungen zu finden.
Bis dahin wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie unser Anliegen berücksichtigen würden, was sich sicherlich auch bei den nächsten Wahlen positiv auswirken wird, da wirklich ein großflächiges Interesse für die Erhaltung unserer grünen Stadt besteht.
Dieses wird im Zuge des Klimawandels noch mehr steigen.
Sollten wir Ihnen Unrecht tun und es handelt sich wirklich nur um Baumpflegemaßnamen, weil die Bäume nun doch nicht gefällt werden sollen, so lassen Sie es uns bitte wissen. Dann nehmen wir natürlich alles zurück.

Mit freundlichen Grüßen

i. A.
Gerda A. Stempfl

Pressemitteilung zum Brief

Montag 17. Januar 2011

 

PRESSEMITTEILUNG

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

ich bitte Sie die folgende Pressemitteilung möglichst unverkürzt zu veröffentlichen.

Am Abend des 10. Januars 2011 wurde von Anwohnern der Gröbenzeller Straße die Polizei gerufen, weil ein paar vermeintlich "vermummte Gestalten" sich an den Bäumen zu schaffen machten.
Wir wollen Sie hiermit darüber informieren, wer diese Personen waren und was sie wollten.
Es handelte sich dabei um Leute der Bürgerinitiative Rettet die Bäume, die mit dem Anbringen von kleinen Plakaten an einigen Bäumen darauf aufmerksam machen wollen, dass es nicht akzeptabel ist, 21 dieser gesunden Robinien radikal abzuholzen.
In der Hoffnung, dass sie noch nicht von Befürwortern der Fällung entfernt worden sind, bitten wir Sie, um eine persönliche Besichtigung des "Tatortes", damit Sie sich ein eigenes Bild von der Sachlage machen können.
Da dieses bereits nach Einbruch der Dunkelheit stattfand, könnte es so aussehen, als hätten wir eine "Nacht- und Nebel- Aktion" veranstaltet.
Um dieser Vermutung vorzubeugen, möchten wir erklären, dass es uns lieber gewesen wäre, wir hätten Tageslicht und wärmere Temperaturen zur Verfügung gehabt. Aber die meisten von uns gehen tagsüber einer geregelten Tätigkeit nach und wir mussten die kurze Zeit, die uns zwischen Feierabend und Ladenschluss zur Verfügung stand damit nutzen, Unterschriften-Listen in einigen Geschäften an der Münchener Straße auszulegen. – Diese Aktion hat das Ziel, eine demokratische Mehrheit für die Rettung der 21 Robinien in der Gröbenzeller Straße zu erhalten.
Zu diesem Zweck laden wir auch herzlich ein, an unserem Treffen am
19. Januar 2011 um 19 Uhr
in der Pizzeria
La Dolce Vita
am Klagenfurter Platz teilzunehmen.

Nun zum Gesamtanliegen:
Unser Oberbürgermeister und die Mehrheit des Bauausschusses beschlossen, in Kürze die Abholzung von 21 Robinien in der Gröbenzeller Straße zu vollstrecken.
Der Grund dafür, der uns zu Ohren kam, war die Beschwerde einiger Anwohner über die angehobenen Pflastersteine im Wurzelbereich mancher dieser Bäume. Dadurch sahen sie wohl eine Gefährdung der Fußgänger und eine Behinderung für Mütter mit Kinderwägen und ältere Passanten, die auf einen Rollator angewiesen sind. Auch soll im Herbst fallendes Laub für Verunreinigungen von Gärten und Dachrinnen der anliegenden Grundstücke und Häuser verantwortlich sein.
Das sind alles Gründe, die wir durchaus verstehen können und daher auch der Ansicht sind, dass hier Abhilfe geschaffen werden muss!
Wir haben uns darüber auch schon Gedanken gemacht und nach durchführbaren Lösungen gesucht, welche ausdiskutiert werden müssten.
Doch wir wollen es auch keinem Verantwortlichen vorweg nehmen, seine eigenen Ideen unterzubringen. Zumal diese Leute, im Gegensatz zu uns, mit Steuergeldern dafür bezahlt werden, vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Wir zweifeln jedenfalls sehr stark an, dass ein Kahlschlag der gesamten Straße eine vernünftige Lösung ist.
Es ist vielleicht die Einfachste, aber nicht die einzig Machbare und schon garnicht, die Beste!

Uns fällt immer öfter auf, dass hier in Dachau sehr leichtfertig mit der Natur, insbesondere mit Bäumen umgegangen wird.
Es scheint schon fast eine sportliche Disziplin zu werden, Raubbau an unseren Dachauer Bäumen zu betreiben. – Und das kann es ja wohl nicht sein!
Wir stehen auch nicht dafür, dass Bäume über die Sicherheit von Menschen und Menschenleben gestellt werden sollen, aber wir wollen unsere Stadträte und die Herrschaften im Bauausschuss, sowie unseren Herrn Oberbürgermeister dazu bewegen, sich etwas mehr Gedanken darüber zu machen, ob es nicht naturfreundliche Alternativen gibt, bevor leichtfertige Entscheidungen zur Abholzung wertvoller Bäume getroffen werden.
Dachau ist – Dank sei unserem OB a.D. Herrn Dr. Lorenz Reitmeier – eine grüne Stadt und wir wollen, dass sie es auch bleibt.
Also bitte, liebe Stadtväter, denkt nicht nur an Euch und Euer Häuschen im Grünen, sondern auch an unsere Kinder, Enkelkinder und Urenkel; auch sie haben noch ein Recht auf gut gereinigte Luft durch ein grünes Dachau, auch wenn wir alle längst nicht mehr hier sind.

Danke!

Ihre Bürgerinitiative

Rettet die Bäume
i. A. Gerda A. Stempfl

Eilantrag zum Stopp der Fällungen

Große Kreisstadt Dachau
Herrn Oberbürgermeister Bürgel
Konrad-Adenauer-Str. 2-6
85221 Dachau

Dachau, 18.01.2011

 

Eilantrag für die heutige Sitzung des Bauausschusses

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bürgel,

ich bitte Sie, nachfolgenden Eilantrag  dem heute tagenden Bauausschuss vorzulegen, mit der Bitte darüber abstimmen zu lassen.


Antrag

 

Die für den morgigen kommenden Mittwoch und Donnerstag  vorgesehene Fällung der 21 Robinien ist  sofort zu stoppen und es ist erneut nach einer kostengünstigeren Lösung zu suchen, um die Bäume zu erhalten. Dazu soll ein neutraler Gutachter bestellt werden, der den Auftrag erhält, sich um die kostengünstigste Lösung zu bemühen.

Begründung:
 
1. Überraschender Weise sollen bereits morgen die 21 Robinien gefällt werden.  Es ist aber im Sinne der großen Mehrheit der Dachauer Bürger, diese Bäume nicht fällen zu lassen. Viele Bürger haben bereits mit ihrer Unterschrift auf einer Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative „Rettet die Bäume“ ausdrücklich  bestätigt, dass sie gegen eine Fällung der 21 Robinien sind.
 
2. Die Bürgerinitiative hat bereits einen neutralen Gutachter ausfindig gemacht, der sich um eine finanzierbare, kostengünstigere Lösung bemühen würde. Der Gehweg kann so gestaltet werden, dass Fußgänger mit ihrem Rollator und Kinderwagen  sicher auf dem Gehsteig gehen können. Auf der Straße könnte eine Ausbuchtung vorgenommen werden, um den Bäumen mehr Raum zu lassen. Vor und hinter der Ausbuchtung wäre Platz für das Parken von Autos. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 wäre denkbar. Eine Umwandlung in eine reine Spielstraße wäre zu teuer und ist deshalb nicht anzustreben. Freiwillige Bürger könnten an einfachen Arbeiten mit beteiligt werden, um die Kosten zu reduzieren. Es wäre einen erstmaligen Versuch wert. Wir müssen „neue Wege“ erproben.
 
Bisher hat man es sich zu einfach gemacht und nicht alle denkbaren Möglichkeiten zum Erhalt der Bäume ausgeschöpft. Es gilt der weise Spruch zu befolgen: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“
 
3. Die Bäume sind mehr als 40 Jahre alt und kerngesund. Solche Bäume sind unbezahlbar und haben einen großen ökologischen Nutzen für unsere Stadt, der sich nicht in Geld ausrechnen lässt. Jahrelang hat die Stadtgärtnerei diese Bäume gepflegt und erhalten.  Viel Geld wurde hinein investiert. Sie gerade jetzt zu fällen, wo sie besonders wertvoll sind, wäre wirtschaftlich
gesehen falsch. In Zeiten  der Klimakatastrophe müssen die Bäume oberste Priorität haben.
Die Stadt Dachau soll so grün bleiben wie sie es ist. Das wünschen sich die Bürger Dachaus.
Es besteht die Gefahr, dass diese Fällaktion weitere Fällgesuche nach sich ziehen wird.
Deshalb muss sich der Stadtrat klar auf die Seite des Baumes stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Schilhabel


Nichts als Ablehnung

Dienstag 18. Januar 2011

 

Der Brief an den Bürgermeister blieb bis jetzt unbeantwortet, das heisst, er wurde nicht direkt beantwortet, aber vielleicht kann man es als indirekte Antwort betrachten, dass der Eilantrag, den Elisabeth Schilhabel heute an unseren OB Bürgel gerichtet hat, abgelehnt wurde.
Sie beantragte, unser Anliegen, die Robinien nicht zu fällen, bei der heutigen Bauausschusssitzung zur Abstimmung vorzulegen.
Doch leider hatte der Bauausschuss des Stadtrates mehrheitlich beschlossen, diesen Eilantrag nicht auf die Tagesordnung zu setzten.
Es ist nun beschlossene Sache, dass morgen früh um 7 Uhr die Fällungen beginnen.
Wir haben gekämpft und haben verloren.
Unsere Trauer um die schönen, alten und wertvollen Bäume ist tief und das werden wir morgen auch mit einer Schweige-Demonstration vor Ort kund tun.

Ein Bild der Trauer

Mittwoch, 19. Januar 2011

 

Um sieben Uhr an einem Mittwochmorgen ist es nicht jedermanns Sache zu demonstrieren, ausserdem sind um diese Zeit die meisten Leute auf dem Weg zur Arbeit oder bereits am Schaffen und so fanden sich nur sechs Personen ein, die dem Trauerspiel beiwohnten.
Es war noch dunkel und kein Holzfäller in Sicht, aber wir packten unsere Schilder aus und platzierten uns in eisiger Kälte vor den Robinien.
Nur einer wagte sich um diese Zeit mit uns an den Ort des Vergehens, der Journalist Reinhard-Dietmar Sponder.
Wir hoffen, dass sein Artikel am kommenden Wochenende im Dachauer Kurier nicht nur die Leser sondern auch deren Bewusstsein für Natur, Bäume, sowie deren Wichtigkeit etwas aufwecken wird.
Wir werden ihn auf jeden Fall auf unserer Homepage veröffentlichen.
Mit Tagesanbruch kamen auch die Arbeiter mit ihren monströsen Maschinen und Containern zum Abtransport der gefällten Bäume.
Mit Worten lässt es sich nicht beschreiben, welches Bild sich uns dann geboten hatte. Deshalb haben wir einen Film dazu gedreht, den Sie unter der Rubrik „Unsere Filme“ aufrufen können. Dazugehörige Fotos sind unter „unsere Alben“ – „Fällung der Robinien“ zu sehen.
Einsetzender Schneefall machte es uns auch nicht gerade einfacher, dem barbarischen Treiben zuzusehen.
Bibbernd vor Kälte machten wir uns gegen neun Uhr morgens wieder auf den Heimweg.
Für die Bäume konnten wir nichts mehr tun.

Am Abend saßen wir dann im internen Kreise bei einem "Leichenschmaus" für die 21 hingerichteten Robinien zusammen, von deren Existenz nur noch aus dem Boden ragende Stümpfe Zeugnis ablegten.

Doch wir lassen uns trotzdem nicht unterkriegen und arbeiten weiter an der Verhinderung künftig geplanter Baumfällungen.