Missachtung von Paragraphen

Geplanter Kahlschlag in der Berliner Straße

Montag, 18. Juli 2011

 

Letzte Woche kam ein Mitglied unserer Bürgerinitiative zufällig des Weges, als sich Arbeiter gerade an einem Zier-Apfelbaum zu schaffen machten.
Auf seine Frage, was das denn solle, antworteten die Arbeiter, dass sie den Auftrag hätten, diesen Baum zu fällen.
Daraufhin wollte unser Mitglied wissen, warum sie diesen Baum fällen sollen.
Auch das konnten die Arbeiter beantworten, indem sie erklärten, dass dieser Baum die Aussicht vom Bürgersteig auf die Straße behindert

Diese Baumkrone befindet sich in einer Höhe von mindestens zwei Metern Unterkante!
Wessen Kopf sich also auf selber Höhe befindet, dem mag sie vermutlich die Sicht auf die Straße wirklich behindern.

Wobei man sich darüber streiten kann, ob ein Ausblick vom Bürgersteig auf die Straße so begehrenswert ist, dass er das Fällen eines Baumes rechtfertigt.

Oder ob der Schutz vor Abgasen, den der Baum bietet, nicht doch schwerer wiegt, als in diesem Falle eine

 schöne Aussicht.

Ausserdem erfreut dieser Baum besonders im Frühjahr jeden Passanten mit einer wundervollen, duftenden Blütenpracht.

Darauf hin forderte das BI-Mitglied die Arbeiter auf, sofort die Fällarbeiten zu stoppen und rief bei der Unteren Naturschutz-Behörde an.
Diese konnte folgende bundeseinheitliche Regelung bestätigen und die Fällarbeiten wurden gestoppt. – Vorerst einmal, denn nach dem 30. September hat die Untere Naturschutzbehörde keinen Einfluss mehr.

Eigentlich sollte man annehmen, dass Fachfirmen, die davon leben, Gärten zu sanieren und Bäume zu fällen, mit den örtlichen Gesetzen vertraut sind, aber dieser Fall zeigt, dass dem wohl nicht so ist.
Auch ließen sich die Arbeiter nicht von einem gut sichtbaren Vogelnest in der Baumkrone beeindrucken, zumindest machten sie nicht den Anschein, als hätte sie dieses Vogelnest vom Fällen des Baumes abhalten können.
Ob sich in dem Baum, der kurz vor dem Eintreffen unseres Mitgliedes bereits gefällt wurde, ebenfalls Vogelnester befanden, lässt sich leider nicht mehr feststellen.

Fest steht nur, dass die Firma, die mit der Fällung beauftragt wurde und ihre Auftraggeber, gegen ein Gesetz verstoßen haben und zwar missachteten sie den

§ 39 des BNatSchG
(Bundesnaturschutzgesetzes)

Wir haben ein paar Bilder vom jetzigen Anblick der Straße zusammen gestellt, worauf man auch deutlich die rote Markierung sehen kann, welche Bäume gefällt und welche Büsche entfernt werden sollen.

Durch das beherzte Eingreifen eines BI-Mitgliedes, konnten all jene Bäume und Büsche gerettet werden, die bereits mit roter Kennzeichnungsfarbe zur Fällung verurteilt waren.

Diese und weitere Fällungen, mit denen nach dem 30. September wieder verstärkt zu rechnen ist, gilt es zu verhindern, damit nicht  noch mehr Bäume aus unserer grünen Stadt verschwinden und wir im Smog versinken und der zunehmenden Hitze, die die Klimaerwärmung mit sich bringt, schattenlos ausgesetzt sind.

Jeder der das nicht möchte und dem etwas am Erhalt unserer Natur und unserer Bäume liegt, kann etwas dafür tun!

Setzten Sie sich mit uns in Verbindung und werden Sie Mitglied in unserer Bürgerinitiative!