Geplante Erweiterung des Hotels Fischer

Dienstag 10. Juli 2012

 

Beim Bauausschuss ging ein Antrag ein, zur Erweiterung des Hotels Fischer, gegenüber der Post.
Der Eigentümer dieses Hotels plante eine Erweiterung um ca. 22 Zimmer und verschiedener Funktionsbereiche.
Ergänzend dazu wollte der Antragsteller weitere Flächen für Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnungen auf dem Grundstück bebauen.
Diesem Vorhaben sollte nicht nur das Pavillongebäude zum Opfer fallen, sondern auch gesamte, geschützte Baumbestand auf der Wiese.
Dazu gehört eine fünfstimmige Eschengruppe und eine inzwischen 105 Jahre alte kerngesunde Kastanie.
Die Untere Naturschutzbehörde stimmte einer Fällung der Eschen zu, weil sie krank sein sollen, was in unseren Augen jedoch nicht nachvollziehbar ist.
Dagegen setzte sie sich für den Erhalt der alten Kastanie ein.
Die Bauverwaltung mit OB Herrn Bürgel an der Spitze, hätte dem gesamten Bauvorhaben, einschließlich der Fällung aller Bäume zugestimmt.


Doch es gibt noch Wunder!


Im Bauausschuss geschah ein solches:
Der gesamte Bauausschuss lehnte das Bauvorhaben ab und sprach sich für den Erhalt der Bäume und der Wiese aus.
Wollen wir hoffen, dass sich an diesem Beschluss auch künftig nichts ändert, auch wenn der Bauherr einen neuen Bauplan vorlegen wird.
Wie es aussieht, trägt die Arbeit unserer Bürgerinitiative Früchte!
In dieser Bauausschusssitzung saßen 5 unserer Mitglieder und demonstrierten mit hochgehaltenen Schildern gegen das geplante Bauvorhaben und die damit verbundenen Baufällungen.

Wir, als Bürgerinitiative freuen uns über den Sinneswandel im Dachauer Stadtrat, der scheinbar sein Bewusstsein für die Wichtigkeit unserer Bäume und der Erhaltung der Natur in der Stadt entfaltet.

 

Mit folgenden Protesttafeln wurden die Stadträte im Bauausschuss vor der Abstimmung von uns an ihre Verantwortung gegenüber unserer Bevölkerung und der Natur erinnert.

Sonntag, 12. Juli 2012

Über dieses Bauvorhaben berichtete auch die Presse und

folgenden Leserbrief schrieb ein Mitglied unserer Bürgerinitiative an die Redaktion der Süddeutschen Zeitung

 

Sehr geehrte Redaktion,
zu obigem Artikel möchte ich folgendes bemerken und bitte um Abdruck:

es ist für mich als Baumfreundin und Naturliebhaberin unfassbar,
skandalös und nicht nachvollziehbar, dass ein
klar denkender Mensch es kaltblütig auch nur in Betracht ziehen kann,
allen Ernstes wegen eines Erweiterungsbaus einen so wertvollen,
altehrwürdigen und dazu noch gesunden Baum opfern zu wollen!!
Gott sei Dank hat hier unser Stadtrat wenigstens einmal Herz und
Verstand bewiesen!
Nicht jede Grünfläche ist a priori eine "Baulücke" und muss als solche
auf Teufel komm raus geschlossen werden. Gerade in der verkehrsreichen
Bahnhofsstraße ist eine grüne Lunge wertvoller als
jegliches Gebäude, sei es auch noch so schön! Dem Antragsteller auch
noch zu bescheinigen, er habe nur "die
Verbesserung der unangemessenen städtebaulichen Situation" und keinerlei
Profitgier im Auge, geht meiner Meinung nach an der Lebenswirklichkeit
total vorbei!

Mit freundlichen Grüßen,
Patricia Nees-Schuldt